Sobald es Licht wird im Menschen, ist außer ihm keine Nacht mehr.

Friedrich Schiller (1759 - 1805)

Literaturliste

Kunstlicht und Mobilfunk
Wirkungen und Nebenwirkungen aus ganzheitlicher Sicht

Flensburger Hefte Verlag, Flensburg 2015, 121 Seiten, € 19,80

Der Physiker Edwin Hübner und der Arzt Jens-Hagen Karow bieten eine knappe, aber fundierte Einführung in Grundbegriffe zu Licht und Lichttechnik und erklären die verschiedenen Lichttypen sowie ihre Wirkung. Dabei beziehen sie geisteswissenschaftliche Sichtweisen, insbesondere den Blick auf die Vitalkräfte, mit ein.

Lichtfänger – Die gemeinsame Geschichte von Licht und Bewusstsein

Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2008, 478 Seiten, € 24,90

Zajoncs Klassiker von 1993 vereinigt den Blick des Physikers mit dem des meditativ forschenden Geisteswissenschaftlers. Unverzichtbar erhellend, in Bezug auf die Bezüge und Zusammenhänge in einer spirituell durchdrungenen Naturwissenschaft.

Was ist Licht? Von der klassischen Optik zur Quantenoptik

C.H. Beck Verlag, München 2010, 135 Seiten, € 8,95

Zwei Physiker erklären zentrale Begriffe der Lichtphysik und geben einen Überblick über die Geschichte der naturwissenschaftlichen Anschauung von Licht. Für vollkommen Unwissende eine Herausforderung, die vielen physikalischen Begriffe zu verstehen, trotzdem als Einführung, auch in die Quantenphysik des Lichts, gut geeignet.

QED – Die seltsame Theorie des Lichts und der Materie

Piper Verlag, München 1992, 176 Seiten, € 10,99

Der große Physiker und Nobelpreisträger Feynman verfügt über die Gabe, komplizierte Theorien auch für den Laien unterhaltsam und verständlich darzustellen. Das gelingt ihm auch bei seiner Darstellung der QED (Quantenelektrodynamik), die er zunächst als Vorlesungen für seine Studenten konzipiert hatte.

Höfe, Regenbögen, Dämmerung. Die atmosphärischen Farben und Goethes Farbenlehre

Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2011, 172 Seiten, € 22,90

Fein bebilderte Darstellung einiger wunderschöner Naturphänomene und ihrer physikalischen Grundlagen, die mit vielen experimentellen Beispielen beschrieben werden und in eine kompetente Darstellung der Goetheschen Farbenlehre eingebettet sind.

Durch die Nacht. Eine Naturgeschichte der Dunkelheit

Pantheon/Siedler-Verlag, München 2017, 240 Seiten, € 22,99

Der promovierte Wissenschaftsgeschichtler Fischer erzählt vom innigen Zusammenhang des Lichtes mit der Nacht, von Schlaf und Traum, von Rilke, E.T.A Hoffmann und vielen anderen Dichtern, von der Kraft, die in der Dunkelheit liegt und warum der Nachthimmel schwarz aussieht.

Es werde Licht. Die Einheit von Geist und Materie in der Quantenphysik

S. Fischer Verlag, Frankfurt 2017, 234 Seiten, € 22

Eine Tochter des Physikers Werner Heisenberg, und ein Enkel des Schriftstellers Thomas Mann, beide studierte Psychologen, wagen sich an ein folgerichtiges Weiterdenken der in der Quantenphysik formulierten Phänomene: Die darin liegende Unbestimmtheit wird als Physik der Möglichkeiten mit dem Prinzip des Lebens verbunden und soll so den Weg zu einem neuen Menschenbild weisen, das Geist und Materie vereinen kann.

Lichtmess – Essay zum Wesen des Lichtes

Edition Anblick, Basel 2017, 196 Seiten, € 20

Spannender Ausflug in die Phänomenologie der Betrachtung von Licht und Schatten mit vielen philosophischen Exkursen über die Konstitution der Wirklichkeit, das Wesen und die Bedeutung von Licht sowie über das Sehen als solches.

Das wiedergefundene Licht

Klett-Cotta/dtv, München 2006, ca. 132 Seiten, € 17,95

Die berühmte Lebensgeschichte des mit acht Jahren erblindeten Lusseyran, der lernt, „anders“ zu sehen – und dem aus diesem „anders sehen“ ein inneres Licht erwächst, mit dem er inmitten der unmenschlichen Umstände der KZ-Gefangenschaft zum leuchtenden Vorbild und Halt für seine Mitgefangenen wird. Mit wunderbaren Beschreibungen des inneren Sehens.

Auf diese Art – die richtige Art – die Tomaten im Garten zu befühlen, die Hausmauer, den Vorhangstoff oder einen Erdklumpen, heißt, sie zu sehen, sie fast ebenso genau und vollständig zu sehen, wie es Augen vermögen, mehr noch: es heißt, sich auf sie einzustellen, gleichsam den elektrischen Strom, den sie enthalten, an jenen Strom, mit dem wir geladen sind, anzuschließen, anders ausgedrückt, nicht mehr von den Dingen zu leben, sondern zu beginnen, mit ihnen zu leben, es heißt – so schockierend das Wort auch scheinen mag – sie zu lieben. Die Hände müssen das, was sie richtig berührt haben, lieben.

Jacques Lusseyran
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Weitere Bücher von Lusseyran:

„Ein neues Sehen der Welt: Gegen die Verschmutzung des Ich“

Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2010, € 16

„Das Leben beginnt heute“

dtv, München 1990, antiquarisch

Lob des Schattens

Manesse Verlag, Zürich 2010, 92 Seiten, € 14,95

Fein beobachtete, poetische Betrachtungen des bekannten japanischen Essayisten aus den 1930er Jahren – zum Staunen darüber, welch unterschiedliche Bedeutung Licht und Schatten in einer anderen Kultur haben können und welcher Zauber beispielsweise dem Lichtspiel auf einer Lackschale innenwohnen kann.

Wir sind der Meinung, Schönheit sei nicht in den Objekten selbst zu suchen, sondern im Helldunkel, im Schattenspiel, das sich zwischen den Objekten entfaltet.

Tanizaki Jun’ichiro
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Licht

Diogenes, Zürich 2017, 362 Seiten, €  24

Roman über die Beziehung zwischen Thomas Alva Edison, dem Erfinder der Glühbirne und J.P. Morgan, dem Bankier, der ihn finanzierte. Spannender Einblick in die frühen Verflechtungen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft.

Weiterlesen:

Lichtbriefe

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